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MdB Marianne Schieder: 1. September – Erinnerung und Mahnung: „Nie wieder Krieg“

Auswärtiges, Entwicklung und Menschenrechte, SPD
01. September 2020

Berlin, 08.05.2019

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann heute vor 81 Jahren der Zweite Weltkrieg. Für die SPD-Fraktion ist der 1. September ein Tag des Gedenkens, zugleich aber eine Mahnung, dass sich diese dunkelsten Jahre in der deutschen Geschichte nie wieder wiederholen dürfen.

„Was sich am 1. September 1939 zugetragen hat war der bis dato traurige Höhepunkt einer furchtbaren Entwicklung seit Januar 1933. Die Motive, deren sich die Nazi-Propaganda bediente, waren dabei von Rassenideologie, Antisemitismus, Homophobie und blindem Hass auf Andersdenke geprägt“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder.

Der Zweite Weltkrieg brachte unvorstellbares Leid über die Welt. Bis zu 70 Millionen Toten, die sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden, die millionenfachen Schicksale von Flucht und Vertreibung sind uns deshalb Mahnung, dass sich das niemals wiederholen darf.

Ein stetes Erinnern und Gedenken fragt auch nach den Ursachen, wie es möglich sein konnte, dass eine noch junge und hart erkämpfte Weimarer Demokratie so anfällig war und warum die Mehrheit der Bevölkerung den Nationalsozialisten auf dem Weg in die Katastrophe folgte.

Diese Fragen sind leider brandaktuell. In einer Zeit, in der die Bedrohung durch rechten Terror zunimmt, in einer Zeit, in der Reichsflaggen vor dem Deutschen Bundestag wehen, müssen wir mehr denn je wachsam sein.

Wenn sich heute Menschen mit Rechtsradikalen auf Demonstrationen gemein machen, auch wenn sie nicht deren Ideologie vertreten, bereitet das großen Anlass zur Sorge. Die Erinnerung an den 1. September 1939 lehrt, dass Weghören und Wegsehen zur Hitler-Diktatur und somit zu großen Schrecken führten.

MdB Marianne Schieder: „Die SPD-Bundestagsfraktion wird sich weiterhin für unsere liberale Gesellschaft und unsere Demokratie einsetzen und diese Werte gegen die Angriffe von rechts verteidigen. Wir werben weiterhin dafür, dass Vielfalt und Weltoffenheit eine Voraussetzung für Freiheit und Verständigung sind. Europa ist seit über 70 Jahren unser Garant für Frieden und Freiheit. Wir bekennen uns als überzeugte Europäerinnen und Europäer weiterhin zu dieser politischen Verantwortung für den Frieden und die Stabilität in der Welt.“


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Mit der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Errichtung einer “#Stiftung Orte der deutschen #Demokratiegeschichte” leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Diese Stiftung und das dazugehörige Rahmenkonzept haben die Aufgabe der finanziellen Förderung, der Beratung und Unterstützung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte und bundesweit agierender Netzwerke, ebenso wie die Kooperation mit thematisch einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und Einrichtungen.
Glücklicherweise dürfen wir in unserem Land in Frieden und Freiheit leben, auf einen funktionierenden Rechtsstaat vertrauen, einen erheblichen Wohlstand genießen und sind Teil eines vereinten Europa. Das verdanken wir unserer Demokratie!
Unsere Demokratie ist gefestigt und dennoch zerbrechlich und muss immer verteidigt werden. Sie ist keine Selbstverständlichkeit! Sie war es nie – und sie darf auch nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Unsere Demokratiegeschichte ist wechselvoll. Immer wurde hart für einen demokratischen Staat gerungen und gekämpft. Es gab Versuche, neue Anläufe, aber auch große Rückschläge. Und all diese Versuche müssen uns heute Vorbild, Beispiel und Auftrag sein!
Es gibt viele Orte in unserem Land, die nicht nur Ereignisorte sein sollten, sondern zu Lernorten der Demokratie werden müssen, wie etwa das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain, die Frankfurter Paulskirche, die Erinnerungsstätte Rastatt, das Weimarer Nationaltheater, Herrenchiemsee, die Nikolaikirche in Leipzig und viele weitere mehr.
Ziel des Gesetzes ist es nun, mit der Errichtung einer „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ der Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland Sichtbarkeit zu verleihen, Verständnis für Ursachen und Wirkungen zu wecken, das Wertefundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung anschaulich und breitenwirksam zu vermitteln und den Wert eines demokratisch verfassten Gemeinwesens noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Damit ist heute ein guter und wichtiger Tag für die Demokratie in Deutschland!


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