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“DAS IST EIN FALSCHES SPIEL UND ZUTIEFST ENTWÜRDIGEND!”

Arbeit und Soziales, Wahlkreis
02. Oktober 2019
MdB Marianne Schieder bei einer Rede im Deutschen Bundestag (Fotograf: Lichtblick/Andi Hill)

MdB Marianne Schieder bei einer Rede im Deutschen Bundestag (Fotograf: Lichtblick/Andi Hill)

Die Situation bei Conti in Roding macht mich fassungslos und wütend.

Hier mein offener Brief an die Betriebsratsvorsitzende bei Conti Mechanical Components Germany in Roding, Claudia Hecht:

“Sehr geehrte Frau Hecht, liebe Claudia,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit großer Bestürzung und völligem Unverständnis habe ich von der 2024 bevorstehenden Conti-Werkschließung in Roding erfahren. Das ist eine schlimme Nachricht für die Region, aber insbesondere für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen.

In keiner Weise nachvollziehbar ist das Verhalten der Conti-Geschäftsführung! Erst wurdet Ihr monatelang hingehalten und letztendlich vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne dass Ihr Einfluss auf die Konzernentscheidung nehmen konntet. Das ist ein falsches Spiel und zutiefst entwürdigend! Schließlich stehen hinter dem Verlust der 540 Arbeitsplätze die Beschäftigten und ihre Familien. An deren Einkommen hängen nicht zuletzt Zukunftsplanungen und Existenzen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich unterstütze Euch auch weiterhin im Kampf um Eure Arbeitsplätze und bin froh, dass Ihr den Standort Roding nicht kampflos preisgeben wollt.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr eine gute und gemeinsame Lösung findet.

Mit solidarischen Grüßen
Marianne Schieder, MdB”

Weitere Informationen unter: https://www.idowa.de/inhalt.deutschland-kritik-aiwangers-werksschliessung-von-continental-in-roding.a4f4d6af-fc0e-44fa-b361-c3269abbc503.html


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Mit der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Errichtung einer “#Stiftung Orte der deutschen #Demokratiegeschichte” leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Diese Stiftung und das dazugehörige Rahmenkonzept haben die Aufgabe der finanziellen Förderung, der Beratung und Unterstützung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte und bundesweit agierender Netzwerke, ebenso wie die Kooperation mit thematisch einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und Einrichtungen.
Glücklicherweise dürfen wir in unserem Land in Frieden und Freiheit leben, auf einen funktionierenden Rechtsstaat vertrauen, einen erheblichen Wohlstand genießen und sind Teil eines vereinten Europa. Das verdanken wir unserer Demokratie!
Unsere Demokratie ist gefestigt und dennoch zerbrechlich und muss immer verteidigt werden. Sie ist keine Selbstverständlichkeit! Sie war es nie – und sie darf auch nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Unsere Demokratiegeschichte ist wechselvoll. Immer wurde hart für einen demokratischen Staat gerungen und gekämpft. Es gab Versuche, neue Anläufe, aber auch große Rückschläge. Und all diese Versuche müssen uns heute Vorbild, Beispiel und Auftrag sein!
Es gibt viele Orte in unserem Land, die nicht nur Ereignisorte sein sollten, sondern zu Lernorten der Demokratie werden müssen, wie etwa das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain, die Frankfurter Paulskirche, die Erinnerungsstätte Rastatt, das Weimarer Nationaltheater, Herrenchiemsee, die Nikolaikirche in Leipzig und viele weitere mehr.
Ziel des Gesetzes ist es nun, mit der Errichtung einer „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ der Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland Sichtbarkeit zu verleihen, Verständnis für Ursachen und Wirkungen zu wecken, das Wertefundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung anschaulich und breitenwirksam zu vermitteln und den Wert eines demokratisch verfassten Gemeinwesens noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Damit ist heute ein guter und wichtiger Tag für die Demokratie in Deutschland!


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