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SOPHIE SCHOLL – 100. GEBURTSTAG AM 9. MAI

Kultur und Medien
29. April 2021

PRESSEMITTEILUNG vom 29.04.2021

MdB Marianne Schieder: Gedenkmünze der Bundesregierung erinnert an NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl Der Geburtstag von Sophie Scholl jährt sich am 9. Mai 2021 zum 100. Mal. Aus diesem Anlass ließ die Bundesregierung eine 20-Euro-Gedenkmünze prägen, die ab sofort bestellt werden kann: https://shop.muenze-deutschland.de/Muenzen/Silbermuenzen/20-Euro-Sammlermuenze-2021-100-Geburtstag-Sophie-Scholl.htmlSophie Scholl war Mitglied der Münchner Widerstandsgruppe “Weiße Rose“, die während des Zweiten Weltkrieges im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv war.

Unter anderem verbreitete sie Flugblätter gegen den Krieg und die Hitler-Diktatur. Sie wurde deswegen mit ihrem Bruder Hans Scholl am 18. Februar 1943 von der Gestapo verhaftet und vier Tage später im Gefängnis München-Stadelheim mit der Guillotine enthauptet.„Ich freue mich über diese besondere Würdigung der bekanntesten deutschen Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, die bis heute als Vorbild für den Kampf gegen Unfreiheit und Unterdrückung gilt. Neben ihr gibt es aber viele weitere, die sich als Sozialdemokratinnen, Gewerkschafterinnen oder Christinnen in Haltung und Handeln dem Unrechtsstaat verweigert haben. Gerade die Geschichte dieser Frauen soll zukünftig in einer Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erzählt werden”, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder.
Sophie Scholl und die Mitglieder der “Weißen Rose” seien für etwas eingetreten, was für uns heute als selbstverständlich erscheine: Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Diese Errungenschaften seien nicht selbstverständlich. Es gebe eine wachsende Zahl von Menschen, die den Holocaust leugnen, das Gedenken in Frage stellen und den Hass auf andere schüren – seien es auf Juden oder Muslime, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung oder politisch Andersdenkende.
MdB Marianne Schieder: „Sophie Scholl ist ein Vorbild für Zivilcourage, Mut und verantwortungsbewusstes Handeln, wenn Unrecht geschieht oder ausländerfeindliche Sprüche zu hören sind. ‚Jeder ist verantwortlich für das, was er geschehen lässt‘. Dieser Satz aus einem Flugblatt der Weißen Rose galt damals und er gilt heute!“
Die Abgeordnete weiter: „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sophie Scholls 100. Geburtstag viele Schulen motiviert, an die junge Widerstandskämpferin in einem eigenen Arbeitskontext zu erinnern und ihre Bedeutung bzw. die der Weißen Rose für unsere heutige Zeit zu thematisieren. Eine gute Adresse für entsprechende Anregungen ist die Stiftung ‚Weiße Rose‘, der ich ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit danke.“
Infos dazu unter: www.weisse-rose-stiftung.de


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Mit der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Errichtung einer “#Stiftung Orte der deutschen #Demokratiegeschichte” leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Diese Stiftung und das dazugehörige Rahmenkonzept haben die Aufgabe der finanziellen Förderung, der Beratung und Unterstützung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte und bundesweit agierender Netzwerke, ebenso wie die Kooperation mit thematisch einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und Einrichtungen.
Glücklicherweise dürfen wir in unserem Land in Frieden und Freiheit leben, auf einen funktionierenden Rechtsstaat vertrauen, einen erheblichen Wohlstand genießen und sind Teil eines vereinten Europa. Das verdanken wir unserer Demokratie!
Unsere Demokratie ist gefestigt und dennoch zerbrechlich und muss immer verteidigt werden. Sie ist keine Selbstverständlichkeit! Sie war es nie – und sie darf auch nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Unsere Demokratiegeschichte ist wechselvoll. Immer wurde hart für einen demokratischen Staat gerungen und gekämpft. Es gab Versuche, neue Anläufe, aber auch große Rückschläge. Und all diese Versuche müssen uns heute Vorbild, Beispiel und Auftrag sein!
Es gibt viele Orte in unserem Land, die nicht nur Ereignisorte sein sollten, sondern zu Lernorten der Demokratie werden müssen, wie etwa das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain, die Frankfurter Paulskirche, die Erinnerungsstätte Rastatt, das Weimarer Nationaltheater, Herrenchiemsee, die Nikolaikirche in Leipzig und viele weitere mehr.
Ziel des Gesetzes ist es nun, mit der Errichtung einer „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ der Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland Sichtbarkeit zu verleihen, Verständnis für Ursachen und Wirkungen zu wecken, das Wertefundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung anschaulich und breitenwirksam zu vermitteln und den Wert eines demokratisch verfassten Gemeinwesens noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Damit ist heute ein guter und wichtiger Tag für die Demokratie in Deutschland!


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