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PFINGSTAKTION SPD VOR ORT TEIL 6: ERINNERUNG AN DIE TODESMÄRSCHE AUS DEM KZ FLOSSENBÜRG IN SCHWARZHOFEN

Wahlkreis
05. Juni 2021

PRESSEMITTEILUNG VOM 29.05.2021

In den letzten Apriltagen 1945 passierten zwei Evakuierungsmärsche des KZs Flossenbürg den Markt Schwarzhofen. In einer parteiinternen Gedenkveranstaltung erinnerte der SPD-Ortsverein im Rahmen unserer SPD-Pfingsttour auf dem Marktplatz an die Geschehnisse vor 76 Jahren.

SPD-Gründungsmitglied und Zeitzeuge Anton Ziereis informierte aus erster Hand über die damaligen Ereignisse. Seine Schilderungen verband er mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass neben dem bereits vorhandenen Gedenkstein am so genannten „Rosentraudl“ ein zweiter Stein am Pfarrerberg errichtet werden solle. Hier waren im Juni 1945 weitere dreizehn ermordete KZ-Häftlinge in einem Bombentrichter gefunden worden.

Erinnerungskultur ist ein zentrales Anliegen der SPD auf allen Ebenen. Als zuständige Fachfrau der SPD-Bundestagsfraktion für diesen sehr wichtigen Themenbereich unterstütze ich gerne das Anliegen des SPD-Ortsvereins Schwarzhofen und danke Alfred Wolfsteiner und allen anderen Beteiligten für da jahrzehntlange Engagement.


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Mit der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Errichtung einer “#Stiftung Orte der deutschen #Demokratiegeschichte” leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Diese Stiftung und das dazugehörige Rahmenkonzept haben die Aufgabe der finanziellen Förderung, der Beratung und Unterstützung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte und bundesweit agierender Netzwerke, ebenso wie die Kooperation mit thematisch einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und Einrichtungen.
Glücklicherweise dürfen wir in unserem Land in Frieden und Freiheit leben, auf einen funktionierenden Rechtsstaat vertrauen, einen erheblichen Wohlstand genießen und sind Teil eines vereinten Europa. Das verdanken wir unserer Demokratie!
Unsere Demokratie ist gefestigt und dennoch zerbrechlich und muss immer verteidigt werden. Sie ist keine Selbstverständlichkeit! Sie war es nie – und sie darf auch nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Unsere Demokratiegeschichte ist wechselvoll. Immer wurde hart für einen demokratischen Staat gerungen und gekämpft. Es gab Versuche, neue Anläufe, aber auch große Rückschläge. Und all diese Versuche müssen uns heute Vorbild, Beispiel und Auftrag sein!
Es gibt viele Orte in unserem Land, die nicht nur Ereignisorte sein sollten, sondern zu Lernorten der Demokratie werden müssen, wie etwa das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain, die Frankfurter Paulskirche, die Erinnerungsstätte Rastatt, das Weimarer Nationaltheater, Herrenchiemsee, die Nikolaikirche in Leipzig und viele weitere mehr.
Ziel des Gesetzes ist es nun, mit der Errichtung einer „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ der Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland Sichtbarkeit zu verleihen, Verständnis für Ursachen und Wirkungen zu wecken, das Wertefundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung anschaulich und breitenwirksam zu vermitteln und den Wert eines demokratisch verfassten Gemeinwesens noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Damit ist heute ein guter und wichtiger Tag für die Demokratie in Deutschland!


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