Sie haben Fragen? Rufen Sie gerne an! Büro Berlin: 030 / 227 - 72270 - Büro Wernberg: 09604 / 931 211

MdB Marianne Schieder ordentliches Mitglied im Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ und stellvertretendes Mitglied im Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“

Gremien, Kultur und Medien
02. Juli 2020

Foto: photothek

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder wurde mit heutiger Abstimmung im Deutschen Bundestag als stellvertretendes Mitglied in das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) gewählt. Bestätigt wurde sie zudem im Amt als ordentliches Mitglied im Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ (SFVV). Diesem gehört sie seit 2018 an.

Die Stiftung EVZ ist Ausdruck der Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht, das durch Zwangsarbeit entstand. Nach Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter fördert sie heute vor allem Projekte in den Bereichen Jugendaustausch, soziale Gerechtigkeit und Erinnerung an die Bedrohung durch Gewaltherrschaft.

„Es ist wichtig, dass wir uns über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus austauschen und gemeinsame Wege für die Zukunft finden. Austauschprojekte mit Jugendlichen und Zeitzeugen aus Bayern und Tschechien, die von der Stiftung gefördert werden, sind ein Paradebeispiel für dieses Miteinander“, erklärt Marianne Schieder, MdB. Aus zahlreichen Gesprächen mit jungen Menschen wisse sie, dass im Nachbarland großes Interesse daran bestehe, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten.

„Darum freue ich mich sehr über die Vorschläge meiner Fraktion und die Wahl in diese beiden Ehrenämter“, so die SPD-Abgeordnete weiter. Auch der Themenschwerpunkt der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ sei hochaktuell und eine gesellschaftliche Bearbeitung daher umso wichtiger.

„Wir brauchen die dauerhafte Erinnerung an das individuelle Leid der Opfer und an das schwere Schicksal ganzer Volksgruppen, die gezwungen waren ihre Heimat zu verlassen“, unterstreicht die Abgeordnete. Und weiter: „Flucht und Vertreibung haben leider nicht an Aktualität verloren. Weltweit müssen auch heute Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen, vor Verfolgung, Krieg und Zerstörung fliehen“. Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu setzen, um aus der Geschichte zu lernen, sei Marianne Schieder, MdB bei der Arbeit in den Gremien ein besonderes Anliegen.

Hintergrundinformation:

Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“
Der Stiftungsrat bestimmt die Grundzüge des Programms und entscheidet über alle grundsätzlichen Angelegenheiten. Er besteht aus 21 Mitgliedern, von denen 19 vom Bundestag gewählt werden. Der Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum und der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind kraft Amtes Mitglieder.

Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“
Das Kuratorium beschließt über alle grundsätzlichen Fragen, die zum Aufgabenbereich der Stiftung EVZ gehören, insbesondere über die Feststellung des Haushaltsplans. Es erlässt Richtlinien für die Verwendung der Mittel. Das Kuratorium der Stiftung EVZ ist international besetzt. Die 27 Mitglieder werden für vier Jahre u.a. vom Deutschen Bundestag und Bundesrat, der deutschen Wirtschaft und von den an den internationalen Verhandlungen zur Gründung beteiligten Staaten und Organisationen entsandt. Die Kuratoriumsvorsitzende und ihr Stellvertreter werden von der Bundeskanzlerin berufen.


Kategorien

Archiv

Videos

Der Antrag der AfD-Fraktion mit dem Thema: “Der Trauer um die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges mit einer Gedenkstätte Ausdruck verleihen” ist mehr als unsäglich und beschämend. Quelle “Deutscher Bundestag”


Um dieses Video von YouTube wiederzugeben, werden auch personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet.
YouTube Datenschutzerklärung