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MdB Marianne Schieder ordentliches Mitglied im Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ und stellvertretendes Mitglied im Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“

Gremien, Kultur und Medien
02. Juli 2020

Foto: photothek

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder wurde mit heutiger Abstimmung im Deutschen Bundestag als stellvertretendes Mitglied in das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) gewählt. Bestätigt wurde sie zudem im Amt als ordentliches Mitglied im Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ (SFVV). Diesem gehört sie seit 2018 an.

Die Stiftung EVZ ist Ausdruck der Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht, das durch Zwangsarbeit entstand. Nach Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter fördert sie heute vor allem Projekte in den Bereichen Jugendaustausch, soziale Gerechtigkeit und Erinnerung an die Bedrohung durch Gewaltherrschaft.

„Es ist wichtig, dass wir uns über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus austauschen und gemeinsame Wege für die Zukunft finden. Austauschprojekte mit Jugendlichen und Zeitzeugen aus Bayern und Tschechien, die von der Stiftung gefördert werden, sind ein Paradebeispiel für dieses Miteinander“, erklärt Marianne Schieder, MdB. Aus zahlreichen Gesprächen mit jungen Menschen wisse sie, dass im Nachbarland großes Interesse daran bestehe, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten.

„Darum freue ich mich sehr über die Vorschläge meiner Fraktion und die Wahl in diese beiden Ehrenämter“, so die SPD-Abgeordnete weiter. Auch der Themenschwerpunkt der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ sei hochaktuell und eine gesellschaftliche Bearbeitung daher umso wichtiger.

„Wir brauchen die dauerhafte Erinnerung an das individuelle Leid der Opfer und an das schwere Schicksal ganzer Volksgruppen, die gezwungen waren ihre Heimat zu verlassen“, unterstreicht die Abgeordnete. Und weiter: „Flucht und Vertreibung haben leider nicht an Aktualität verloren. Weltweit müssen auch heute Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen, vor Verfolgung, Krieg und Zerstörung fliehen“. Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu setzen, um aus der Geschichte zu lernen, sei Marianne Schieder, MdB bei der Arbeit in den Gremien ein besonderes Anliegen.

Hintergrundinformation:

Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“
Der Stiftungsrat bestimmt die Grundzüge des Programms und entscheidet über alle grundsätzlichen Angelegenheiten. Er besteht aus 21 Mitgliedern, von denen 19 vom Bundestag gewählt werden. Der Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum und der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sind kraft Amtes Mitglieder.

Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“
Das Kuratorium beschließt über alle grundsätzlichen Fragen, die zum Aufgabenbereich der Stiftung EVZ gehören, insbesondere über die Feststellung des Haushaltsplans. Es erlässt Richtlinien für die Verwendung der Mittel. Das Kuratorium der Stiftung EVZ ist international besetzt. Die 27 Mitglieder werden für vier Jahre u.a. vom Deutschen Bundestag und Bundesrat, der deutschen Wirtschaft und von den an den internationalen Verhandlungen zur Gründung beteiligten Staaten und Organisationen entsandt. Die Kuratoriumsvorsitzende und ihr Stellvertreter werden von der Bundeskanzlerin berufen.


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Mit der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Errichtung einer “#Stiftung Orte der deutschen #Demokratiegeschichte” leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Diese Stiftung und das dazugehörige Rahmenkonzept haben die Aufgabe der finanziellen Förderung, der Beratung und Unterstützung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte und bundesweit agierender Netzwerke, ebenso wie die Kooperation mit thematisch einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und Einrichtungen.
Glücklicherweise dürfen wir in unserem Land in Frieden und Freiheit leben, auf einen funktionierenden Rechtsstaat vertrauen, einen erheblichen Wohlstand genießen und sind Teil eines vereinten Europa. Das verdanken wir unserer Demokratie!
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Es gibt viele Orte in unserem Land, die nicht nur Ereignisorte sein sollten, sondern zu Lernorten der Demokratie werden müssen, wie etwa das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain, die Frankfurter Paulskirche, die Erinnerungsstätte Rastatt, das Weimarer Nationaltheater, Herrenchiemsee, die Nikolaikirche in Leipzig und viele weitere mehr.
Ziel des Gesetzes ist es nun, mit der Errichtung einer „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ der Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland Sichtbarkeit zu verleihen, Verständnis für Ursachen und Wirkungen zu wecken, das Wertefundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung anschaulich und breitenwirksam zu vermitteln und den Wert eines demokratisch verfassten Gemeinwesens noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Damit ist heute ein guter und wichtiger Tag für die Demokratie in Deutschland!


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