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Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus war auch weiblich

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16. Juli 2019
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erinnert mit Sophie Scholl an eine der bekanntesten Widerstandskämpferinnen (© Gedenkstätte Deutscher Widerstand).

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erinnert mit der Weißen Rose und Sophie Scholl an eine der bekanntesten Widerstandskämpferinnen (© Gedenkstätte Deutscher Widerstand).

Am 20. Juli gedenkt Deutschland an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. An diesem Tag scheiterte vor 75 Jahren das Attentat um Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler. MdB Marianne Schieder weiß, dass der Widerstand gegen den Nationalsozialismus jedoch keinesfalls auf einige Offiziere und Generäle beschränkt war, sondern auch von vielen Frauen getragen wurde.

Am 28. Juni beschloss der Deutsche Bundestag den Koalitionsantrag „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus würdigen“. „Darin machen wir deutlich, dass es unzählige Frauen gab, die sich gegen den Nazi-Terror zur Wehr setzten“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder. Diese Frauen stammten aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten und mussten ihren Mut zumeist in den Frauen-Konzentrationslagern Moringen, Lichtenburg und Ravensbrück mit ihrem Leben bezahlen.

„Ihren Mut würdigen wir als SPD-Bundestagsfraktion“, betont die Parlamentarische Geschäftsführerin Marianne Schieder. Gleichzeitig wolle man die noch unbekannten Geschichten der Frauen im Widerstand aufarbeiten und erzählen. Darum wird die Gedenkstätte Deutscher Widerstand beauftragt, weitere Schicksale von Frauen zu erforschen und diese in einer Wanderausstellung sowie digital darzustellen.

Mit dem Blick zurück zieht MdB Marianne Schieder Lehren für die Gegenwart: „Auch heute müssen wir Menschenrechte, Rechtsstaat und Demokratie wieder gegen aufkeimenden Nationalismus und Fremdenhass verteidigen.“ Dazu brauche es Mut und Zivilcourage – über gesellschaftliche Schichten und politische Lager hinweg. Mit dem Antrag haben die Koalitionsfraktionen dafür ein Zeichen gesetzt.


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Mit der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Errichtung einer “#Stiftung Orte der deutschen #Demokratiegeschichte” leistet der Deutsche Bundestag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Diese Stiftung und das dazugehörige Rahmenkonzept haben die Aufgabe der finanziellen Förderung, der Beratung und Unterstützung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte und bundesweit agierender Netzwerke, ebenso wie die Kooperation mit thematisch einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und Einrichtungen.
Glücklicherweise dürfen wir in unserem Land in Frieden und Freiheit leben, auf einen funktionierenden Rechtsstaat vertrauen, einen erheblichen Wohlstand genießen und sind Teil eines vereinten Europa. Das verdanken wir unserer Demokratie!
Unsere Demokratie ist gefestigt und dennoch zerbrechlich und muss immer verteidigt werden. Sie ist keine Selbstverständlichkeit! Sie war es nie – und sie darf auch nie zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Unsere Demokratiegeschichte ist wechselvoll. Immer wurde hart für einen demokratischen Staat gerungen und gekämpft. Es gab Versuche, neue Anläufe, aber auch große Rückschläge. Und all diese Versuche müssen uns heute Vorbild, Beispiel und Auftrag sein!
Es gibt viele Orte in unserem Land, die nicht nur Ereignisorte sein sollten, sondern zu Lernorten der Demokratie werden müssen, wie etwa das Hambacher Schloss, der Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain, die Frankfurter Paulskirche, die Erinnerungsstätte Rastatt, das Weimarer Nationaltheater, Herrenchiemsee, die Nikolaikirche in Leipzig und viele weitere mehr.
Ziel des Gesetzes ist es nun, mit der Errichtung einer „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ der Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland Sichtbarkeit zu verleihen, Verständnis für Ursachen und Wirkungen zu wecken, das Wertefundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung anschaulich und breitenwirksam zu vermitteln und den Wert eines demokratisch verfassten Gemeinwesens noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Damit ist heute ein guter und wichtiger Tag für die Demokratie in Deutschland!


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